Eigentumswohnungen im Schlosshotel Gütsch?

Gibt es die Gütsch-Aussicht bald auch aus Privatwohnungen zu geniessen?

Privatwohnungen sind beim längst bewilligten Umbau des «Château Gütsch» nicht geplant. Doch ausgerechnet die Stadt will dies nun ermöglichen. Auf Drängen des Besitzers?

Seit kurzem ist das Restaurant im Hotel Château Gütsch temporär wieder offen. Doch mit dem seit acht Jahren geschlossenen Hotel geht es nach wie vor kaum voran. Aktuell kommunizierter Termin der Gütsch Immobilien AG für den Baustart: Juni 2012. Der russische Gütsch-Besitzer Alexander Lebedew liess im Frühsommer ausrichten, er verkaufe das Hotel eventuell an einen Freund und in der Stadt jagen sich längst Gerüchte, dem «Gütsch» drohe eine komplette Umnutzung in Luxuswohnungen.

Offizielle Antwort überrascht

Hinweise darauf, dass diese Gerüchte zumindest nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, finden sich jetzt in einer offiziellen Antwort des Stadtrates auf einen Vorstoss der FDP zum Thema Hotelzone. Der Stadtrat hält in seiner Stellungnahme fest: «In Diskussion zur Umnutzung in Eigentumswohnungen standen zuletzt die Hotels Palace, Château Gütsch und Europe.» Dazu Baudirektor Kurt Bieder: «Die in der Antwort des Stadtrates erwähnte Diskussion betreffend Umnutzung hat nichts mit Herrn Lebedew zu tun. Beim ‹Gütsch› wird seit Jahren thematisiert, wie man das Haus Gewinn bringend bewirtschaften kann. Wohnungen zu erlauben, war schon früher eine diskutierte Option.» Fakt ist: Eigentumswohnungen im Schlosshotel – das soll künftig zumindest von der Theorie her möglich sein. Die Stadt will die Sonderbauzone in eine Hotelzone umwandeln.

14.9.2011



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