Zug: Für grosse Firmen wird es immer enger

Der Platz für die Madela wird knapp

Bauland ist knapp und teuer. Für Unternehmen mit viel Platzbedarf wird das zum Problem. Nun überlegen sich mehrere Unternehmen, den Kanton Zug zu verlassen.

Rückschlag für den erfolgsverwöhnten Kanton Zug: Das Baarer Medizinalunternehmen Medela steht kurz davor, den Kanton zu verlassen. Und es wird nicht das einzige bleiben, ist Christoph Hauser vom Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern überzeugt. Firmen mit grossem Platzbedarf und vergleichsweise geringer Wertschöpfung könnten die Bodenpreise schlicht nicht mehr bezahlen, sagt er.

Das bestätigt auch Philipp Peikert, Geschäftsleitungsmitglied der Zuger Immobilienfirma p-4. «Wer platzintensiv produziert, wird kaum noch geeignete Grundstücke finden», sagt er. Mit Folgen: «Reine Industriebetriebe wird es künftig immer weniger geben.» Bei der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion sieht man dies anders – und geht davon aus, dass der Wegzug von Medela ein Einzelfall bleiben wird.

21.2.2011



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