Zweitwohnungs-Initiative kommt vors Volk

Der Bau von Zweitwohnungen,

hier in Zuoz im Engadin, soll eingeschränkt werden

Der erste Abstimmungskampf des Jahres hat begonnen: Anfang März kommt die Zweitwohnungs-Initiative vors Volk. Ziel ist die Beschränkung von Bausubstanz, die fast das ganze Jahr leerstehe.

Das Initiativkomitee der Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!» hat heute seine Abstimmungskampagne offiziell eröffnet. Lanciert wurde das Volksbegehren von Franz Webers Organisation Helvetia Nostra. Sie kommt am 11. März zur Abstimmung. Der Bau von Zweitwohnungen trage wesentlich zur Verbauung der Schweiz bei, schreibt das Komitee in einer Medienmitteilung. Diese seien besonders unsinnig, denn sie stünden 300 Tage pro Jahr leer. Ferienorte verkämen zu überteuerten Betonwüsten, wo sich kein Einheimischer mehr ein Logis leisten könne.

Nicht mehr als 20 Prozent

Eine Gemeinde sollte nicht mehr als 20 Prozent Zweitwohnungen aufweisen, verlangt das Volksbegehren. Bestehende Zweitwohnungen können aber erhalten bleiben, auch in Gemeinden mit einem Zweitwohnungs-Anteil von mehr als 20 Prozent.

Die Zweitwohnungsinitiative richte sich nicht gegen die Bautätigkeit an sich, aber sie wolle verbindliche Schranken setzen und Auswüchse eindämmen. Ihre Ziele seien: «Heimat bewahren, Natur retten, Bevölkerung schützen.» Ortsbilder dürften nicht weiter zerstört werden.

11.1.2012



ACAMA Immobilien AG - Auf Vertrauen bauen - Copyright by ACAMA Immobilien AG - 2011